Andrey sosnin // Photography

# Rshew im Fokus

"Diese Ausstellung wirft einen Blick auf ein besonderes Projekt. Ein Projekt, das nun schon über zwanzig Jahre alt ist, und in das viele Akteure auf deutscher und auf russischer Seite einbezogen waren und sind. Es handelt sich um das einmalige Verständigungsprojekt zwischen den Städten Rshew und Gütersloh.

 

Andrey Sosnin hat die jugendlichen Workcamp-Teilnehmer vor kurzem als „Helden“ bezeichnet. Mir gefällt diese Bezeichnung sehr gut. Nicht „Helden“ im herkömmlichen Sinne, schon gar keine „Kriegshelden“, sondern „Helden des Friedens“ oder „Helden der Friedensarbeit“, vielleicht sogar „Apostel der Friedensarbeit“. Möge sich die Welt ein Beispiel an ihnen nehmen!

 

Achten Sie auf die Mimik der Jugendlichen: Sie ist nicht fröhlich und unbefangen, wie wir sie zum Teil in den Kollagen entdecken. Nein, ist ungewöhnlich ernst. So ernst, wie es die Umgebung erfordern mag, die sich erst auf den zweiten Blick erschließt. Erst nach und nach wird nämlich deutlich, wo sich die Jugendlichen befinden – auf einem Friedhof! Und achten Sie darauf, was die Jugendlichen bei sich tragen. Es erinnert an fast an biblische Darstellungen der Apostel, oder auch an sozialistische Darstellungen der „Helden der Arbeit“."

 

Stefan Schmidt, Bezirksgeschäftsführer von Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Bezirksverband Ostwestfalen-Lippe